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September 2016

Mercedes-Benz L 312 Buhne - Melisana - Maßstab 1:43

Bild Quelle autocult

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In den 1950er Jahren ging das Kölner Unternehmen Klosterfrau mit einem eigens gestalteten Sattelzug auf eine große Werbetour. Auf Basis eines Mercedes-Benz L 312 ließ das Unternehmen bei der Berliner Firma Buhne einen kompletten Sattelzug fertigen, dessen einachsiger Auflieger einem Schowroom glich und für das Produkt Melissengeist warb.

Die Optik des nun als Zugmaschine umgewandelten L 312 war vollkommen eigenständig und lediglich der „Mercedes-Stern“ prangte auf dem großen Kühlgitter an der Front und wies noch auf seinen schwäbischen Ursprung hin. Der Auflieger wurde auf die Optik seiner Zugmaschine abgestimmt und ebenfalls in der Berliner Firma von Heinrich Buhne realisiert.

In dreimonatigem Turnus fuhr das Werbeteam durch die Bundesrepublik Deutschland und kehrte anschließend zur Befüllung seiner Regale und Verkaufstresen wieder in das Kölner Werk zurück. Im Wageninneren konnten sich die Kunden wie in einem Ladengeschäft beraten lassen und das Produkt erwerben. Darüber hinaus hatte der Auflieger an beiden Seiten auch großzügige Glaskästen eingebaut, die ebenfalls den Klosterfrau Melissengeist bewarben. Im Jahre 1963 entschied die Firmenleitung, dass der Werbezug nach Spanien fahren sollte und dort für den Klosterfrau Melisssengeist ist Werbetrommeln rühren sollte. Da dort aber das Produkt den Namen Melisana trug, wurde kurzerhand der gesamte Truck umlackiert. In Spanien fuhr der farbenfrohe Truck in den folgenden Jahren bis 1965 umher und sorgte mit seiner ausgefallenen und schönen Optik für große Anziehungskraft. Vor allem in der Nacht war der Sattelzug durch seine eingebaute Beleuchtung der Schaukästen und im Inneren ein wunderschöner Anblick.

Leider verliert sich nach seiner Spanientour jegliche Spur des Unikats, das nach heutiger Ansicht als Showtruck bezeichnet werden würde. ( Quelle autocult )

Juni 2016

Mercedes-Benz 300d ( W189 ) Versuchsbegleitwagen - Maßstab 1:43

Bild Quelle autocult

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Ab November 1957 erschien der Mercedes-Benz 300d (W189) und erlangte binnen kurzer Zeit des Status eines noblen Oberklassewagens. Auch wenn die Käuferschicht auf den Komfort und die besondere Ausstattung Wert legte, wurde im Mercedes-Benz Werk dieser Typ für einen ganz anderen Zweck vorgesehen.

Auf Grund seines 160 PS starken Einspritzmotors erschien er bestens dazu geeignet, als Messfahrzeug eingesetzt zu werden. Dazu musste er nach damaligem technischen Stand zahlreiche Datenerhebungs- und Aufzeichnungsgeräte mit sich führen, die sehr schwer waren und viel Platz beanspruchten. Die Serienausführung des 300d war für diesen Transport jedoch vollkommen ungeeignet und so wurde beschlossen, ein Serienmodell passend umzubauen. In der hauseigenen Versuchsabteilung wurde der hintere Teil des Wagens dahingehend abgeändert, dass ein Aufbau angefertigt wurde, der das Unikat zum Kombi werden ließ. Der neue Aufbau wurde größtenteils aus Glasteilen gefertigt, lediglich verstärkt durch Stahlstreben. Ab dem Jahr 1960 stand das neue Messfahrzeug bereit und wurde ausschließlich auf der hauseigenen Einfahrbahn in Untertürkheim eingesetzt. Der mit der Datenerhebungstechnik voll gepackte Messwagen fuhr hinter dem zu testenden Personenwagen her und die gewonnenen Werte konnten damals nur über eine Kabelleitung an den Messwagen weitergegeben werden. Dies führte dazu, dass während der Testfahrt zwischen den beiden Autos stets die Datenleitung als Verbindung bestand.

Mit zunehmend verbesserter Technik wurde der Messwagen zusehends überflüssig und ohne dass dieses Unikat damals der Öffentlichkeit bekannt wurde, konnte der 300d seinen Dienst einstellen. Das optisch überaus gelungene Messfahrzeug steht heute im Mercedes-Benz eigenen Museum.  ( Quelle autocult )

April 2016

Mercedes-Benz C111 - Sacco Studie -- Maßstab 1:43

Bild Quelle autocult

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Die Alternative

Es gibt eine Episode in der Mercedes-Benz Historie, die im Laufe ihrer Zeit nichts von ihrer Faszination eingebüßt hat – das Wankelmotorenprojekt im schnittigen C111 mit seinen Flügeltüren.

Hausintern als rollendes Versuchslabor bezeichnet, stand das Konstruktions- und Design-Projekt unter der Leitung des Italieners Bruno Sacco. 1969 begann die Realisierung des ersten Fahrzeugs, das mit Begeisterung von der Presse aufgenommen wurde und eine bis dahin nicht gekannte Sportlichkeit aus dem Hause Mercedes-Benz zeigte. Während die orangefarbene Version offiziell bekannt wurde, schuf Bruno Sacco eine eigene Variante. Diese Version wirkte lang nicht so rasant, verkörpert dafür aber wesentlich mehr Eleganz und war geprägt von einer pfeilartigen Ausrichtung. Auch seine Version übernahm die völlig nahtlos eingelassenen Klappscheinwerfer, die Flügeltüren und die „Flunder artige“ Erscheinung, wirkt aber auf den Betrachter dennoch sehr harmonisch, gediegen und strahlte sogar etwas Luxus aus, während die bekannten, öffentlich gewordenen C111 Studien in ihrem orangefarbenen Kleid schlichte, kompromisslos sportliche Rasanz verkörperten. Grazile Rundungen an Bruno Saccos silbernem C111 dürften damals auch vielen Mercedes-Fans wesentlich mehr Nähe zu den hauseigenen Produkten aufgezeichnet haben als die anderen futuristisch anmutenden Versuchsträger. Die Sacco-Studie entsprach damit einem der Grundsätze des damals 36jährigen Bruno Sacco, der stets betonte, dass das Design eines Mercedes ein Maximum an Innovation im Respekt der Tradition von Daimler-Benz enthalten müsse und allerorten auf der Welt als Mercedes-Benz erkannt werden müsse.

Genauso wie die bis 1979 fortgeführten C111 Studien wurde auch die von Sacco umgesetzte Version nicht in die Serie übernommen, wenn auch stets im Hause Mercedes-Benz betont wurde, dass sehr viele Komponenten aus der 10jährigen Forschungsarbeit einen Nutzen für die Zukunft und die Serienfertigung mit sich brachten.  ( Quelle autocult )     

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